Der Schmetterling: Sinnbild für die Vergeistigung der Materie nach der Analogie: Raupe = Inkarnation, Puppe = Tod, Falter = Geistwesen

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Was ist nach dem Tod?

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Quellenkürzel siehe hier


 

Die weitere Seelenentwicklung im Jenseits

 

Der materialisierte Geist Christi erscheint den JüngernVerlangsamte Seelenentwicklung nach dem Tod oder aber Re-Inkarnation

Jesus zu Epiphan:
Jedem Menschen – gleich welchen Glaubens – ist auf Erden die Gelegenheit gegeben, sich mehr dem Geistigen aIs dem Materiellen zuzuwenden. Macht er dies, kann seine Seele im Jenseits schon nicht mehr ganz vom materiellen Pol angezogen werden, sondern bleibt in einer Art Schwebe. In diesem Zustand, den ich “Mittelreich” nenne, gehört sie weder dem einen noch dem anderen Pol an. Dort werden die Seelen von den schon vollendeten Geistern geleitet und zuallermeist dem bessern Pol zugeführt. Allerdings geht die volle Umkehr verhältnismäßig langsam vor sich. Dies macht aber nichts aus, da von einem gänzlichen Verlorengehen einer Seele ohnehin nicht die Rede sein kann. Sollte sie sich – etwa aus Verstocktheit – dennoch für den Gegenpol entscheiden, muß es sich die Seele gefallen lassen, irgendwann wieder auf dieser Erde oder auf einem andern geeigneten Planeten erneut zu inkarnieren. Dabei weiß sie nicht, daß sie schon einmal eine solche Fleisch-Lebensprobe durchgemacht hat. Würde sie davon wissen, bestünde die Gefahr, daß sie sofort wieder in ihr Urübel zurückfällt und eine zweite Inkarnation wäre nutzlos (GEJ. Bd. 5, 232: 1-2).

Im Jenseits geht die Vervollkommnung nur sehr langsam voran!

Jesus zu Pellagius:
Im Jenseits geht die seelische Höherentwicklung viel schwerer und mühsamer voran aIs auf der Erde. Bei einer zu tief wider Meine Ordnung gesunkenen Seele wird es eine für dich undenkbar lange Zeit benötigen, bis sie den Weg in den Himmel gefunden hat. Hier auf der Erde hat jeder Mensch einen festen Boden, hat gute und schlechte Wege zur Auswahl vor sich und um sich herum allerlei Ratgeber und Lehrer. Er kann sich bei einigem Prüfen leicht für das Gute entscheiden und so auch sein Verhalten und seinen Willen ändern. Auf diese Weise wird er immer vollkommener. Im Jenseits aber hat die Seele nichts als nur sich selbst. Hier schafft sie sich ihre eigene Welt, ähnlich wie in einem Traum. In solch einer Welt gibt es denn auch keinen anderen Weg, als den, welchen sie sich mit ihrem Willen und ihrer Phantasie gebahnt hat. (GEJ. Bd. 10, 113: 1-4)

Entspricht ihre Neigung und ihr Wille überwiegend Meiner Ordnung, wird diese Seele – meist nach einigen unvermeidlichen Irrwegen – bald auf dem rechten Pfad fortschreiten und so nach und nach von ihrem Phantasie und Traumsein in ein reelles Dasein übergehen. Hier wird ihr dann alles immer mehr verständlich und begreiflich, was ihr früher niemals in den Sinn gekommen wäre. Dagegen hat es eine weniger reife, noch viel mit Welt- und Eigenliebe behaftete Seele viel schwerer, den rechten Weg in meine ewige Ordnung zu finden. Wie aber wird es jener Seele im Jenseits ergehen, die noch nicht einmal den halben oder viertel Weg zu Meiner Ordnung zurückgelegt hat? Für sie wird die geistige Wanderschaft zur wahren Hölle: Eine solche Seele wird sich auf den zahllosen Abwegen ihrer finsteren Traum und Phantasiewelt immer mehr verirren und sich schließlich sogar zur Herrschaft über Gott emporschwingen wollen. Da sie dadurch aber nicht nur nichts erreichen wird, sondern sich nur immer mehr ins eigene Verderben begibt, wird sie immer zorniger und wütender, gleichzeitig aber auch finsterer und ohnmächtiger. Nun stelle dir die zahllos vielen Irrwege in der Phantasiewelt einer solchen Seele vor! Wann wird sie diese alle durchgemacht haben, bis sie schließlich einsieht, daß all ihr Trachten, Streben und Mühen eine Torheit war und es besser gewesen wäre, zu gehorchen, statt selbst herrschen zu wollen? (GEJ. Bd. 10, 113: 5-10)

Nach dem Tod erhält die vollkommene Seele einen Überblick über die Erde und das Weltall

Jesus zum Griechen Anastokles:
Die Seele eines vollkommenen Menschen wird nach dem Leibestod nicht nur diese Erde mit ihrem geistigen Auge durch- und überschauen können, sondern auch noch viel mehr: Denn diese Erde ist bei weitem nicht die einzige im endlosen Weltall. Es gibt deren noch endlos viele und entsprechend ebenso viele im Reich der vollkommenen Geister. Doch darüber erhält der Mensch erst dann eine Vorstellung, wenn seine Seele durch den Geist Gottes ein erweitertes Sehvermögen erhalten hat. Kurz: die vollkommene Seele kann alles, während die unvollkommene geistig blind ist und nur das wahrnehmen kann, was ihrer Erkenntnis und ihrem geistigen Horizont zur Zeit der Inkarnation entsprach. Wenn sich eine Seele im jenseitigen Leben aber bemüht sich zu vervollkommnen, erhält auch sie einen größeren Erkenntnishorizont. Allerdings dauert das viel länger und vollzieht sich auf einem ungleich beschwerlicheren Weg als es hier auf der Erde möglich ist. (GEJ. Bd. 7, 209: 15-17)

Auch im Jenseits geht die Schaffenskraft weiter!

Jesus zu einem Pharisäer:
Stelle dir einmal vor, du wärst unsterblich und würdest im Vollbesitz deiner Kräfte in ewiger Jugend auf einer Welt fortleben. Wolltest du da je einmal zu denken und zu wollen aufhören? Wolltest du je einmal ganz untätig werden und nichts mehr genießen wollen? – Sicher nicht! Vielmehr wirst du immer schaffensfreudig bleiben und eifrig bemüht sein, dir stets mehr Annehmlichkeiten zu bereiten. Denn das hat die Liebe und das wahre Leben in sich: Es ruht nie, sondern es muß stets tätig sein, denn das Leben selbst ist nichts anderes aIs eine Tätigkeit nach der anderer.

Darum meine ja niemand, daß er sich einst im Jenseits in einer ewig untätigen Ruhe befände. Denn die ewige Ruhe wäre gerade des Geistes oder der Seele sicherer Tod . Je geistiger ein Mensch in seinem Innern wird, desto tätiger wird er auch. Wenn dies aber schon auf dieser Welt der Fall ist, um wieviel mehr wird das erst drüben der Fall sein, wo kein müder oder kranker Leib die Seele in ihrer Tätigkeit hemmen wird (GEJ. Bd. 6, 226: 15-16).

Die Tätigkeit einer guten Seele im Jenseits

Jesus zu Mucius und Phoikas:
Dem Menschen wird es selten gelingen, in nur einem Erdenleben jene Vollendung zu erlangen, die ihn Gott schon ganz nahe bringt. Denn es gibt Versuchungen aller Art, die sich ihm als Hindernisse in den Weg stellen. Daran aber soll sich sein Charakter stählen mit dem Bestreben, das Gute immer mehr anzuziehen und die bösen Regungen aus sich auszuscheiden. Erst jenseits tritt er in eine neue Welt, die ihm die Wunder Gottes und das Weltall immer mehr enthüllt, wo er statt mit fleischlichen Augen mit einem geistigen Auge sieht. Im Betrachten der großen Wunderwerke erkennt er bald, daß wahre Seligkeit allein in der Tätigkeit liegt, und daß Gott Selbst das tätigste Wesen ist. Je nach seinem geistigen Fortschreiten kann ihm dann auch ein angemessenes Arbeitsfeld gegeben werden, das er mit viel Fleiß ausfüllt. In dieser Tätigkeit und in dem Betrachten seiner nützenden Arbeit wird er Freude haben und höchste Seligkeit genießen (GEJ. Bd. 11, 11: 6-7).

 

Unterschiedliche Aufenthaltsorte der Seelen

Nach dem Tod unterschiedliche Aufenthaltsorte für Seelen

Jesus zu Aziona und Epiphan:
Nach dem leiblichen Tod schreitet die Seelenentwicklung stetig fort, da ihre Vervollkommnung unmöglich das Werk eines Momentes sein kann. Erst nach und nach kann die Seele die endlose Macht des Geistes Gottes und seiner Werke in sich aufnehmen und fassen. Dabei kommt es ganz wesentlich auf den Entwicklungsstand an, in welchem eine Seele ihren Leib verläßt. Ist dieser schon ein gut fortgeschrittener, wird der jenseitige Zustand der Seele auch ein solcher sein. Von diesem Stand aus wird sie sich bald auf eine höhere Vollendungsstufe setzen können . Hat aber eine Seele – sei es aus Mangel an Erziehung oder im schlimmeren Fall aus Mangel an gutem Willen – den Leib ohne geistigen Fortschritt verlassen müssen, erwartet sie im Jenseits ein wenig beneidenswerter Zustand. Hier wird sie von ihrer tierischen Roheit erst einmal gereinigt werden müssen um dann mit der Zeit auch auf eine etwas höhere Lebensstufe gelangen zu können (GEJ. Bd. 5, 225: 8-10).

Die Tätigkeit bösartiger Seelen in Erdnähe

Der Engel Raphael zu Roklus:
Jede Seele, die irgendeinem der zahllos vielen Laster seit dem Zeitpunkt ihrer Inkarnation frönt, ist ein Teufel in Person und ein tätiger Ausdruck des Bösen. In einer solchen Seele liegt ein schwer zu löschender Trieb, immerfort Böses zu tun, so wie sie es in der Zeit ihres leiblichen Daseins getan hat. Da aber jede Seele auch nach dem Tod ihres Leibes fortlebt und sich in Erdnähe aufhält, kommt es oft vor, daß sich eine solche Seele in die äußere Lebenssphäre bestimmter Menschen begibt. Über diese Sphäre versucht sie, auch in diesem Menschen Böses zu erwecken. Sie findet hier eine willkommene Nahrung dadurch, daß dieser Mensch einen natürlichen Hang für das gleiche Laster hat. Solche Seelen bemächtigen sich öfters sogar des Leibes eines Menschen und quälen dadurch seine schwache Seele. Gott aber läßt das zu, um in ihr den Schaden auszubessern. Erst dadurch bekommt eine solchermaßen geplagte Person einen natürlichen Widerwillen gegen ihr eigenes Laster und bemüht sich schließlich, darin stark zu werden, worin sie vorher schwach war. Ist die Zeit reif, kommt ihr die Gnade Gottes zu Hilfe.

Diese verirrten Seelen haben indes keine gottesgegnerischen Absichten. Denn zum einen kennen sie Gott gar nicht, und zum anderen sind sie zu blind, dumm und blöde, um irgendeine Absicht zu fassen. Denn außer sich selbst erkennen sie kein Bedürfnis und handeln nur aus purer Selbstsucht. Sie reißen nur das an sich, was ihre Selbstsucht befriedigt, wobei sie jedoch untereinander sehr mißtrauisch sind. Daher ist bei ihnen eine Bündelung der Kräfte nicht denkbar und ihr Ansatz bleibt ohne Wirkung. Das gilt aber nur Menschen gegenüber, die völlig in die Liebe und den Willen Gottes eingegangen sind. Unentschlossene jedoch, oder solche, bei denen sich das Geistige und das Materielle die Waage halten, sind anfällig: Verführt ein Dämon jemanden zu einer Leidenschaft, für die diese Person eine natürliche Schwäche aufweist, hat es die Seele danach viel schwerer, sich wieder aus eigener Kraft aus dem Materiellen ins Geistige hinüberzubewegen.

Verweilt aber die Seele im Weltlichen, hängen sich nach und nach immer mehr gleichgesinnte Dämonen an die materielle Seite der Lebenswaage und der Hang zum Laster wird immer größer. Und so können dann die “Teufel” der Juden oder die “Dämonen” der Griechen am Ende einer Seele in der Zeit ihrer irdischen Probezeit doch einen großen Schaden zufügen, ohne von vornherein die Absicht gehabt zu haben, ihr zu schaden (GEJ. Bd. 5, 94: 2-9).

Das Seelenschicksal machthungriger Menschen

Jesus zu Epiphan:
Es gibt viele Menschen, die zwar aIs Kind reicher Eltern eine gute Erziehung und Bildung genossen haben, dann aber in späteren Jahren zu Ehren kommen und deshalb hochmütig und herablassend anderen gegenüber werden. Sie fangen an zu herrschen, ihre Mitmenschen zu drangsalieren, zu betrügen, auszubeuten oder frönen nur noch ihrer Sinne Lust. Sie trachten nur noch nach Wohlleben, Bequemlichkeit, materiellem Wohlstand und Luxus. Wer sich ihnen dabei in den Weg stellt, wird gehaßt, verfolgt, bekämpft oder gar zugrunde gerichtet.

Was geschieht nun mit den Seelen solcher Menschen nach dem Tod?

Obwohl sich diese Seelen falsch verhalten haben, werden sie von Mir nicht gerichtet, sondern im Geisterreich an einen Ort versetzt, wo derselbe Zustand herrscht, wie auf Erden nur mit dem Unterschied, daß alle Mitseelen gleich geartet sind. Und weil sie dort alle gleich sind, entstehen bald erbitterte Kämpfe und Macht und Einfluß, denn ein jeder dünkt sich der Höchste und Mächtigste zu sein, will alle beherrschen und hält jeden für einen strafbaren Meuterer, der ihm nicht gehorcht.

Würden sich im Jenseits nur einige wenige so dominant verhalten und der Rest bestünde aus sich fügenden, demütigen Geistern, entstünde auf diese Weise eine Art Diktatur im Geisterreich, wo einer gebietet und Millionen gehorchen. So aber ist es an diesem Ort des Jenseits nicht: Denn da will jeder ein Monarch sein und tyrannisch seine ebenso herrschsüchtigen Nachbarn beherrschen. Dies aber gebiert einen nahezu unlöschbaren gegenseitigen Haß, steten Hader und Zank, Streit, Verfolgung und sogar Krieg. Im Geisterreich kann zwar niemand getötet werden kann, aber der sich hochspielende Haß und Zorn breitet sich aus wie ein verheerendes Feuer, das dann jeder Seele zur Qual wird.

Damit an solch einem Ort wieder Ruhe einkehrt, wird aus den Himmeln ein mächtiger Geist dahin entsandt, der dann mit noch mächtigerem Feuer Ruhe schafft. Dadurch erleiden solchen streitlustige Seelen über kürzere oder längere Zeit große Schmerzen, wodurch sie dann zur Vernunft gelangen. Dann verringern sich auch mehr und mehr ihre bisherigen Leidenschaften und das sie quälende Feuer erlischt. Der Engelsgeist klärt sie schließlich über ihre Blindheit, Verstocktheit und Torheit auf. Lernt die eine oder die andere unselige Seele daraus, wird sie auch bald in einen besseren Zustand übergeführt. Will sie aber aufgrund ihres inneren, heimlichen Hochmutes keinen Rat annehmen, bleibt sie da wo sie ist und wird bei der nächsten Gelegenheit gleich wieder das alte Kampfgetümmel erleben. So kann man mit den Römern sagen: “Volenti non fit iniuria”, oder: “Wer es so will, dem geschieht kein Unrecht”, und das kann bei unverbesserlichen Seelen Äonen von Erdjahren dauern (GEJ. Bd. 5, 226: 1-7).

Das jenseitige Schicksal eines Verbrechers

Jesus zu Epiphan:
Es wäre vor etwa zweitausend Jahren irgendein herrschsüchtiger und grausamer König gewesen, der aus Mordlust Tausende von Menschen auf grausamste Weise hätte hinrichten lassen und auch sonst allen möglichen Lastern gefrönt hätte. (Die bekannte Geschichte des einstigen Königs Nebukadnezar von Babylon ist ein Beispiel dafür). Nach dem Tode wird seine Seele an einen Ort gelangen, an dem sich ihresgleichen befinden. Da diese Gesellschaft geradeso beschaffen ist wie sie selbst, gibt es furchtbare Machtkämpfe um die Vorherrschaft. So arg diese Auseinandersetzungen mit ihren Höllenqualen auch toben mögen, haben sie aber doch ein Gutes: In solchen Seelen wird ein Teil der satanischen Materie zerstört und nach vielen solchen Machtkämpfen wird dann so manche Seele geläutert und sucht selbst nach einem Ausweg. Da wird es dann gewöhnlich zugelassen, daß sie in eine bessere Gesellschaft kommt, oder wieder inkarnieren darf. Unser Beispiels-König kommt nun in einem ganz andern Weltteil auf dem gewöhnlichen Fleischesweg als Kind einer armen Frau zur Welt. Da ist die alte Seele dann wieder ganz Kind und weiß von ihrem Vorzustand nichts; und es wäre auch verfehlt, hätte sie auch nur die leiseste Erinnerung daran. Das Kind, wieder wie zuvor von männlichem Geschlecht, wächst nun in Armut zum Manne heran und wird schließlich ein ehrlicher und tüchtiger Tagelöhner, erkennt Gott und betet zu Ihm und dankt Ihm für das tägliche Brot. Er findet am Ende sogar Freude daran, anderen Menschen um einen kargen Lohn zu dienen. Schließlich wird unser Arbeiter aIt, schwach, gebrechlich und krank und stirbt wie alle Menschen auf Erden. – Was geschieht nun mit seiner Seele? – Im Gegensatz zum ersten Mal kommt sie im Jenseits zu friedfertigen, arbeitsamen Seelen und hat ihre Freude daran, recht niedrig zu stehen und allen nach Bedarf zu dienen. Daraufhin folgt die baldige Erweckung ihres Geistes aus Gott, der ihr jenseitiges “zweites Ich” ist. Ist das der Fall, wird die volle Vereinigung mit ihm auch bald erfolgen. Danach erst kehrt in solch einer Seele das volle Bewußtsein wieder zurück und mit ihm die klare Erinnerung an alle ihre Vorleben. Auf diese Weise kann Gott auf Seinen für keinen Sterblichen erforschbaren Wegen jede noch so verworfen dünkende Seele zum wahren Leben und Licht führen (GEJ. Bd. 5, 232: 3-13).

Was geschieht nach Eintritt des Todes?

„Jeder Geist tritt unmittelbar nach dem Tod in einen Ruhezustand ein, der hochstehende auf Augenblicke, um dann frei zu sein von aller materiellen Fessel. Tieferstehende erwachen oft aus diesem Zustand, sehen ihr Leichenbegängnis, ihre Angehörigen, fühlen sich wohl in ihren Räumen und führen dort ein traumhaftes, menschenähnliches Leben weiter, und es ist ihnen wiederholter Schlaf in solchem Zustand möglich.“ (EE: 96)

Mit welcher Einstellung sollen wir diese Erde am Ende unseres Lebens verlassen?

"Der von der Erde abscheidende Mensch soll mit Gefühlen des Verzeihens sterben, mit einer Gesinnung des Wohlwollens gegenüber seinen Nächsten - kurzum, er soll diese Welt ohne Hass verlassen. Die Gotteswelt weiß doch nur zu gut, dass Hass die Seele vergiftet. Der Abgeschiedene lebt mit diesem Hass dann auch noch in der anderen Welt weiter. Daher erstrebt die Gotteswelt wenigstens, dass die Seele noch auf Erden sich von ihrem Hass befreit und mit Empfindungen des Verzeihens abscheidet. Die guten Geister Gottes flüstern dem abscheidenden Menschen zu: "Vergib deinem Nächsten, ordne, was noch möglich ist! Denn nun öffnet sich für dich das Tor zur anderen Welt. Lass, was nun einmal geschehen ist, vergangen und vorbei sein! Komm zu uns im festen Glauben an Gott - vertraue auf ihn!"" (J&L in GW 1960:222)

Warum ereilt viele ein vorzeitiger Tod?

"Einen zweiten Plan bringt dieses Geistwesen dann als Mensch während seines Erdenlebens zum Ausdruck. Auf Grund der Angaben dieses zweiten Planes kann die Geisteswelt einen Menschen jederzeit entsprechend einstufen. So kann es vorkommen, dass sie einem Menschen das Leben kürzt, weil man sieht: es ist für diesen Menschen besser so, damit er sich nicht noch weiter belastet. Einem andern kann man das Leben verlängern, weil man darin einen Nutzen für die Gotteswelt erkennt."' (J&L in MW 1973:103)

Wie ist der frühe Tod im Kindesalter zu deuten?

„Bei Geburten in in Ländern mit hoher Kindersterblichkeit handelt es sich oft um Seelen, die zum ersten Mal auf Erden inkarnieren. Das kurze Leben ist als erste versuchsweise Kontaktaufnahme vorgesehen und vorgegeben, als ein Befühlen des irdischen Lebens, um zunächst den Start und die erste Lebenszeit kennen zu lernen. Ein Vortasten. So sollte es gesehen werden. Mitleid mit diesen Kindern ist zwar immer richtig, aber von höherer Warte nicht notwendig. Diese Seelen mußten keine großen Verletzungen und schmerzhaften Lernprozesse erleiden, weil ihr irdisches Leben nur kurz war, auch wußten sie von vornherein, daß es so sein wird. Für sie ist das alles nicht so schmerzlich, wie ihr vielleicht denkt. Es ist ein Vorfühlen, ob eine spätere längere Inkarnation auf die Erde für die jeweilige Seele, die oft sehr jung ist und wenig Erfahrung hat, den richtigen Weg bedeutet und ob sie ihn gehen möchte.“ (FT: 77)

Ist ein sterbender Mensch noch den Versuchungen Luzifers ausgesetzt?

"Am sterbenden Menschen haben böse Geister so gut wie kein Interesse mehr - sie können ja nur den lebenden Menschen in Versuchung führen. Sie wissen: Scheidet ein Mensch von dieser Welt, verläßt er seinen irdischen Leib, dann geht für ihn das Tor zur Ewigkeit auf." (J&L in GW 1979:47)

Können wir unsere Lebenszeit verlängern?

Nur Gott vermag die Lebenszeit zu verlängern oder zu verkürzen. Wie euch ebenfalls die Bibel berichtet, verlängert Er bisweilen die Lebensjahre bei dem, der Gott treu ist und sich als zuverlässiger Mitarbeiter an dem Ret-tungsplan Gottes erweist, nach dem er die von ihm Abgefallenen wieder zurückführen will. Darum läßt er dem Hiskia sagen: "Ich will zu deinen Lebenstagen noch fünf-zehn Jahre hinzufügen." (2. Könige 20.6) Anderen verkürzt er die schicksalsmäßig festgesetzte Lebensdauer, weil sie sowohl die eigene Lebensaufgabe unerfüllt lassen, als auch ihre Mitmenschen von der Pflichterfüllung Gott gegenüber abzubringen suchen. (HGW: 83)

 

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